Schloss Tonndorf

Das Schloss Tonndorf liegt – von Laubmischwäldern, Feldern und Obstwiesen umgeben – am nördlichen Rand des Thüringer Waldes zwischen Erfurt und Weimar. Neben dem alten Schloss mit Bergfried, Burggraben und Burghof gibt es noch verschiedene Neben- und Wohngebäude auf dem ca. 15 ha großen Grundstück. Hier leben und arbeiten in der „Lebensgemeinschaft auf Schloss Tonndorf e.G.“ etwa 60 Menschen zwischen 0 und 60 Jahren und unterschiedlichster Herkunft. Sie verbinden verschiedene Ziele, die sie gemeinsam verfolgen (und teilweise bereits erreicht haben): so soll zum Beispiel das Schloss denkmalgerecht saniert und beim generationsüber-greifenden Miteinander soll sich gegenseitig im Alltag unterstützt werden. Dabei ist es für die Menschen von Schloss Tonndorf selbstverständlich, einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Erde zu pflegen und die Natur zu achten. Dies soll beispielsweise durch die verstärkte Nutzung regenerativer Energien sowie eine weitgehende Selbstversorgung mit ökologisch einwandfreien Lebensmitteln erreicht werden.      

www.schloss-tonndorf.de

Die Baustellen

Auf Schloss Tonndorf war die BaseG im Sommer 2010. Die Woche war leider sehr kalt und regnerisch und dementsprechend äußerst rutschig und schlammig (…) aber dennoch konnten wir sehr schöne Bereiche des Außengeländes um das Schloss herum gestalten:

  • Auf einer Obstwiese unterhalb des Schlosses wurde ein großer Schwimmteich angelegt, der vom Regenwasser des Schlosses und von verschiedenen natürlichen Quellen, die sich auf der Wiese befinden, gespeist werden soll. Weiterhin wurden ein mit großen Findlingen gestalteter Bachlauf, der das aus einem Rohr kommende Regenwasser vom Schloss in den Teich leiten soll, und ein großes Holzpodest als „Steg“ gestaltet.
  • Im Burggraben, der noch fast vollständig von einer Burgmauer eingefasst ist, wurden gleich mehrere Arbeiten erledigt: die vor Jahren auf einer Breite von mehreren Metern aufgebrochene Burgmauer bekam an den Abbruchstellen einen schönen Abschluss (der auch weiteres Abbrechen verhindern soll); die an dieser Stelle einmal grob angeschüttete Rampe wurde so bearbeitet und mit einer Mauer abgefangen, dass sie nun als Hauptweg in den Burggraben (der z.B. auch mit Kinderwagen zu befahren ist) nutzbar ist; mehrere alte Trockenmauern, die möglicherweise einmal als Gemüsebeeteinfassung dienten, wurden restauriert und in der Mitte der ehemaligen Beete wurde ein kleiner Brunnen installiert; an einem sehr sonnigen Hang wurden mehrere Weinreben gepflanzt.  
  • Direkt im Eingangsbereich zum Schloss (am Tor zum Vorhof) entstand ein Bienenschaugarten, der vom ortsansässigen Imker betreut wird. Neben einer (bereits vorher von einem Bildhauer bearbeiteten) Holzskulptur, der „Weißen Frau“, die als Beute und Schaukasten dient, wurden verschiedene Holz- und Stein-Sitzgelegenheiten, eine Bienentränke, ein Insektenhotel und eine „Bienenschaubank“ gestaltet und auf dem Gelände installiert. Außerdem entstanden mehrere Beeteinfassungen aus Trockenmauern für Blumenbeete.

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